Hochseeschlepper OCEANIC, Möwe-Verlag, 1:250

Überarbeitung am 12.03.2021

Im Jahr 2015 hatte ich von Ende März bis Ende Mai den Hochseeschlepper OCEANIC vom Möwe-Verlag gebaut. Dieser markante Schlepper war in seinen letzten Jahren bis zur Indienststellung der NORDIC Ende 2009 als Notfallschlepper in der Nordsee bei Helgoland stationiert.

Gebaut wurde die OCEANIC 1969 auf der Bremerhavener Werft F. Schichau GmbH. Mit 150t Pfahlzug war sie einer der stärksten Schlepper weltweit. Lange Zeit war sie anfangs am südafrikanischen Kap der Guten Hoffnung stationiert. Wegen der Schließung des Suezkanals ab 1967 mussten alle großen Öltanker von den arabischen Fördergebieten nach Europa ihren Kurs um Südafrika herum wählen. An dieser gefährlichen Stelle sicherte der Schlepper die Schiffsroute.

Schiffsdaten (nach Wikipedia):
Länge: 87,58 m
Breite: 14,30 m
Maschinenleistung bis 1984: 17.500 PS
                                ab 1985: 20.000 PS

Nach Umbaumaßnahmen in 1975 und Neumotorisierung 1985 war die Zugkraft auf 189t  erhöht worden.

2013 war die OCEANIC verkauft worden, wurde umbenannt in Osman Khan. Von 2015 bis 2016 erhielt sie den Namen Orka Sultan, ab 2016 hieß sie wieder Oceanic.

Am Modell hab ich einige Teile verändert, so ist die gesamte Reling abgeschnitten worden und durch eine LC-Reling ersetzt worden. Die Arbeitsboote sind überarbeitet worden und an den Abgaspfosten sind Steigrohre nachgesetzt worden.

Hier nun Bilder vom fertigen Modell.

Weitere Detailbilder.

Zum Schluss noch ein paar Bilder aus der Vogelperspektive.

Schlepper Merkur und Vulcan, HMV, 1:250

Das Modell der Schlepper Merkur und Vulcan war das erste, welches ich nach meinem Neustart im Kartonmodellbau unter das Messer nahm. Es entstand April – August 2010.

Als Einsteigermodell wollte ich hier die Konstruktionsweise von Peter Brandt kennenlernen. Später passten die beiden Schlepper hervorragend zum Modell des Schnelldampfers BREMEN, das auch von Peter Brandt konstruiert war.

TS BREMEN (V), Jade Verlag, 1:250

Hier möchte ich Bilder meines Modells der TS BREMEN (ex. Pasteur) zeigen. Ich hatte noch einen alten Baubogen vom Jade Verlag in Wilhelmshaven im Offsetdruck zur Verfügung, den ich noch in etlichen Bereichen durch neu gezeichnete Details wie z.B. die Promenaden und neue Rettungsboote ergänzte. Gebaut hatte ich dieses Modell von Anfang Juni 2011 bis Ende April 2012.

Auf den oberen Bildern ist noch ein kleiner Fehler, den ich erst später korrigiert hatte, das kleine Deck über der Brücke vor der Windschutzwand, ist falsch. Dieser Bereich war nach Aussagen von ehemaligen Werftmitarbeitern ein grünes Metalldeck, nicht mit Holz bedeckt.

Cäcilienbrücke Oldenburg, Eigenbau, 1:250

Über den Küstenkanal in Oldenburg führt eine historische Brücke, die denkmalgeschützte Cäcilienbrücke.

Sie war 1927 gebaut worden und galt zu dem Zeitpunkt als größte Hubbrücke Europas. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurden wesentliche Teile zerstört, konnte jedoch kaum verändert wieder aufgebaut werden und wurde 1948 wieder freigegeben.

Im Abstand von 700 m weiter nordöstlich stand die baugleiche Amalienbrücke. Diese wurde jedoch 1980 abgerissen und durch eine moderne leistungsfähigere Stahlbetonbrücke ersetzt.

In den 80-er Jahren erfolgte dann auch eine Grundsanierung der Cäcilienbrücke. Inzwischen ist das Bauwerk jedoch in einem so schlechten Zustand, dass von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nur ein Abriss und moderner Neubau infrage kam. Nach massiven Einsprüchen auch von der Oldenburger Bevölkerung ist nun ein Neubau in gleichem Baustil vorgesehen.

Für den innerstädtischen Verkehr ist die Brücke ein ziemlicher Engpass mit den nur 2,25 m breiten Fahrspuren. Während der Brückenhebungen bilden sich natürlich lange Fahrzeugschlangen. Fußgänger können jedoch in dieser Zeit die Brücke über die Aufgänge in den Türmen weiter benutzen.

Die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung hatte ein Zustandsgutachten der Cäcilienbrücke erstellen lassen. Dieses im Internet zugänglichen Gutachten brachte mich auf die Idee, die Brücke in gehobenem Zustand mit Binnenschiff unter der Brücke als kleines Diorama zu erstellen. Alle erforderlichen Skizzen und Ansichten zur Planung meines Modells konnte ich diesem Gutachten entnehmen.

Anbei Bilder der Brücke im grauen Oktoberlicht und ein etwas älteres Bild während einer Brückenhebung.

Das Brückenelement ist inzwischen zu großen Teilen fertig, es soll später zwischen den vier Türmen über dem Kanal in gehobener Stellung befestigt werden. Von den Türmen hab ich bisher nur Weißmodelle gebaut.

BREMEN (IV), Sonnendeck, Aufbauwände, Speisesaal, Katapultdeck mit LEDs

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Neben der Ausrüstung der Brücke hatte ich schon die ersten Aufbauwände auf dem Sonnendeck vorbereitet und die Inneneinrichtung vom Speisesaal angefangen.

Hier nun die Bilder der Einrichtung. Im Bogen waren die quadratischen Tischplatten mit abgewinkelten Seiten vorgesehen, hierfür habe ich jedoch dreilagige Kartonstücke genommen, war so einfacher zu bauen. Nur die Tischbeine hätte ich noch kürzen müssen, fällt zum Glück aber nicht auf. An den vier runden Tischen zu den Querwänden habe ich jeweils einen Sessel weggelassen, es sah mir dort sonst zu eng aus. Die Kanten der Sessel wurden noch mit Aquacolor Holzbraun angepönt, wirkt so mit angedeutetem Holzrahmen noch besser. Mit der Anzahl an Sesseln und Tischen im Baubogen gab es keine Probleme.

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Nachdem auch der zweite Flügel montiert war, war ich endlich mit allen Inneneinrichtungen fertig.

Die Aufbauwände vom Speisesaal wurden nun vorbereitet. Zuerst wurden die beiden Längswände ausgeschnitten, gerundet, verglast und mit den Innenwänden verbunden. Beim Anpassen auf dem Deck stellte ich dann fest, dass die Markierungen für die hintere Rundung nicht passten. Die Rundung musste schon im Bereich der Verglasung anfangen, die Gesamtlänge der Wand war zum Glück richtig. Als schöne Ergänzung an den Wänden sind dann die Buchstaben des BREMEN Schriftzuges in dreifacher Kartonstärke aufgesetzt worden.

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Die Längswände wurden aufgeklebt, dabei hatte ich der Speisesaalboden zum Anpassen dazwischen geschoben. Die hintere Querwand vom Saal folgte, diese wurde ein paar Zehntel breiter. Erst nun klebte ich den Boden endgültig fest. Die vordere Saalwand und zwei weitere Querwände komplettierten den Aufbau. Vor und hinter dem Speisesaal sind noch Räume, die auch relativ große Fenster haben. Diese wollte ich nicht verdunkeln, deshalb hatten die Räume noch einen Teppichboden erhalten. Später war davon jedoch fast nichts mehr zu sehen.

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Zum Schluss wurden an beiden Seiten je zwei Treppenhäuser angebaut.

Achtung, das Treppenpodest 84h musste später versetzt werden, damit die Treppe zum Katapultdeck genau passte.

Nur eine Frage blieb mir offen, wohin führt die vordere Treppe?

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Als nächstes kam auf den Speisesaal der Deckel drauf, das Katapultdeck, ebenfalls verdoppelt. Vorher wurden hier noch acht LEDs auf der Unterseite verdrahtet. Als Innenseite der Schanz mit dem BREMEN-Schriftzug wurde noch ein Streifen angeklebt, diesen musste ich jedoch um ca. 1 mm schmaler schneiden, lag zum kleinen Teil auch am verdoppelten Deck. Kleine Höhenprobleme mit der Reling waren zu erwarten, fielen später aber kaum auf.

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Von diesem Speisesaal ist später am fertigen Modell am meisten zu sehen, hier macht sich die Beleuchtung besonders gut bemerkbar.

Zum Schluss noch ein Bild mit Beleuchtung in der Großen Halle, darüber im Speisesaal und in der Promenade an der Backbordseite.

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BREMEN (IV), Sockel vorderer Schornstein

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Nach Anleitung wäre nach dem Bau des Speisesaals als nächstes der Sockel des hinteren Schornsteins zu bauen. Aber bei meinem Modell sollten möglichst bald die frei liegenden Leitungen zur Beleuchtung vom Speisesaal abgedeckt werden, also baute ich nun zuerst den Sockel vom vorderen Schornstein Teil 90.

Auch hier waren bei mir kleine Korrekturen erforderlich, die Wand 90a war zu hoch und musste an der Unterseite etwas höher abgeknickt werden. Zusätzlich passten die Markierungen zum Abknicken der Vorderwand 90a nicht, sie mussten weiter nach Außen. Ebenfalls musste an Teil 90 der Sprung zum Brückendeck angepasst werden, das lag aber sicherlich an meiner Verdoppelung der Decks. Um den Kasten gut auf dem Modell aufsetzen zu können, spendierte ich ihm im vorderen Bereich noch einen zusätzlichen Spant.

Vor den aufgedruckten Lüftergittern konnte ein Ätzteil eingesetzt werden, ich ließ es weg, der Druck sieht mir recht ordentlich aus.

Ach ja, die Seitenflächen für die großen farbigen Lüfter fehlte bei mir, die hatte ich abgeschnitten. Dort hatte ich jedoch Klebelaschen für neue Teile vorbereitet, später mehr dazu.

Nach dem Aufsetzen dieses Teiles konnte ich dann die letzten Drähte anlöten und unter dem Schornsteinschacht verschwinden lassen.

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BREMEN (IV), Peildeck

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Die Brücke war noch oben offen und sollte endlich geschlossen werden. Die beiden freiliegenden LEDs wurden noch unter das verdoppelte Peildeck geklebt und schon war die Brücke dicht. Ein paar Ergänzungen waren nun noch anzubringen, die Niedergänge von der Brücke mit den Treppenhäusern, eine Abtrennung zur Brücke und ein Stück Reling vom oberen Promenadendeck.

Und noch ein Blick in die beleuchtete Brücke.

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BREMEN (IV), Schornsteinfarbe

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Nun mussten die ersten Teile verbaut werden, die zumindest kleine Flächen in den Farben vom Schornstein enthielten. Die Schornsteinfarbe in meinem Baubogen der zweiten Auflage war mir erheblich zu orange-lastig und entsprach nach meiner Meinung nicht dem Farbton vom Norddeutschen Lloyd. In der ersten Auflage war der Farbton zu sehr ins gelb gerutscht, nun das Gegenteil. Für einen anderen Farbton war jedoch erheblicher Aufwand erforderlich, alle Bauteile mit dem Farbton mussten neu ausgedruckt werden. Der von mir verwendete Karton zum Neuausdrucken hatte einen etwas anderen weißen Farbton als der Karton vom Baubogen, deshalb mussten alle gemischt farbigen Teile getrennt werden. Die Änderungen hatte ich alle mit dem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm GIMP durchgeführt.

In beiliegendem Bild ist auf der linken Seite die ursprüngliche Farbe und rechts mein verwendeter Farbton zu sehen. Aus heutiger Sicht hätte ich den Farbton noch etwas stärker in Richtung gelb ändern sollen. Nach Angaben eines ehemaligen Besatzungsmitgliedes der BREMEN V waren die Schornsteinfarben des NDL in etwa Farbton RAL 1006 (Maisgelb) oder RAL 1017 (Safrangelb).

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BREMEN (IV), Sockel vorderer Schornstein, Lüfter

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Also wurde nun das erste Bauteil mit geänderter Farbe Teil 90e aufgesetzt. Das mittlere Drittel ist vom Originalbogen, die restlichen Seitenteile neu gedruckt. Darauf kam dann das Deck für den Schornstein mit dem anhängendem Scheinwerferdeck. Die Unterkante von der Reling am Scheinwerferdeck ist auch wieder mit einem Kartonstreifen belegt worden. Die großen Luftschächte wurden aufgesetzt und die schrägen Dachflächen mit den Plattformen für die Lüftermotoren eingepasst.

Die vier kleinen Lüfter auf jeder Seite waren wieder etwas aufwändiger zu bauen. Ein paar Kleinigkeiten mussten hier beachtet werden, einige Teile waren bei mir vertauscht (Steuerbordseite / Backbordseite), also bitte auf die Richtung der schrägen Luftkanäle und Anschlussseite für die Motoren achten. Die senkrechten Luftschächte mussten mit den Motoren auf der Plattform weiter nach hinten verschoben werden, damit sie senkrecht über den Markierungen auf den unteren Aufbauten stehen. Die weißen Schächte musste ich alle um ca. 1 mm kürzen. Die ovalen Markierungen auf den unteren Aufbauten blieben bis zum Schluss frei.

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BREMEN (IV), Sockel hinterer Schornstein

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Nach dem vorderen Schornsteinunterbau war nun der Unterbau für den hinteren Schornstein zu bauen. Aus den Teilen 88 bis 88b wurde der Grundkasten gebaut, ergänzt um das Seitenteil 88c. Aus der Wand 88 hatte ich die schwarzen Flächen an der Steuerbordseite hinten und an der Rückseite ausgeschnitten und mit dunklem Karton hinterklebt. Die großen farbigen Lüfterseiten sind wieder abgeschnitten, ebenso die vorderen weißen Lüfterseiten. Auf verschiedenen Fotos (auch auf Fotos der Überführungsfahrt von der Werft nach Bremerhaven auf der Weser und auch spätere Bilder) ist zu sehen, dass auch die vorderen großen Lüfter am zweiten Schornstein in kräftiger Farbe gestrichen waren.

Das Deck 88b hatte ich sofort mit der Ätzsatz Reling versehen, damit die schmalen Nocken gegen abknicken geschützt sind.

Der Schornsteinunterbau wurde weiter gebaut. Am Sockel 88e wurde nur die farbige Seitenfläche ausgetauscht, die graue Oberfläche wollte ich unbedingt vom Original behalten. Damit das Teil rechtwinklich bleibt und besser platziert werden konnte, hatte ich auch hier zwei kleine Querspanten eingebaut.

Die großen Lüfter waren etwas kniffelig anzupassen. Die beiden vorderen Lüfter wurden von mir, wie bereits erläutert, farbig gebaut. Da ich die Seitenteile von den unteren Aufbauten abgeschnitten hatte, konnten die vorderen Lüfter erst zusammen gebaut werden und dann hinter die vordere Querseite gesetzt werden.

Bei den hinteren großen Lüftern hatte ich etwas mehr Probleme, mir war die hintere Querwand 88f etwas zu schmal. Nach der Markierung auf dem Deck sollte es ca. 1mm breiter sein. Also neu ausgedrucken und schon war es zu breit. Da inzwischen aber schon weitere Seitenteile von den Lüftern angeklebt waren, trennte ich die Querwand an der Leiter und schnitt einen schmalen Streifen wieder heraus. Leider war durch diese Aktionen die Position der Leiter etwas verschoben, sie sollte ziemlich mittig hinter dem Schornstein sein. Später überklebte ich diese Leiter noch und setzte eine Leiter aus dem Ätzsatz davor. Zum leichteren Anbau der Gruppe hatte ich noch die untere Klebelasche von der Querwand 88f abgeschnitten und durch einen Winkel auf dem Deck ersetzt.

Dann waren die schrägen Teile 88o und p eingesetzt worden, sie konnten nach meinem Bedarf bei etwas schief angeklebten Lüftern angepasst werden.

Die letzten kleinen Lüfter dieser Baugruppe waren auch an ihren Platz gekommen. Vorher mussten noch die beiden Plattformen aufgesetzt werden. Auch hier war der Bereich der Beine vor dem Ausschneiden mit Karton verdoppelt worden. Diese Streifen hatte ich vorher zusätzlich noch mit Sekundenkleber gefestigt. Die rechteckigen Markierungen für die kleinen Maschinenauflager 89b-d hatte ich vorsichtshalber entfernt, hatte sich dann als richtig gezeigt.

Die Maschinenauflager Teil 89c/d mussten etwas nach hinten verschoben werden, damit die unteren Enden der Lüfterschächte an den markierten Stellen der weißen Aufbauten angeklebt werden konnten.

Als letztes setzte ich noch die beiden Treppenhäuser neben die Aufbauwände.

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