TS BREMEN (V), Reling Sportdeck, Verandadeck hinten

Zurück zu: Hinterer Mast und Reling

Zwischen den letzten und den nun folgenden Bauschritten lagen über dem Jahreswechsel 2011 – 2012 etwa 2 Monate Pause, ich brauchte dringend eine Abwechselung. In dieser Zwischenzeit entstand mein Schlepper „ARION“ für die Assistenz der „BREMEN“ an der Columbuskaje. Dann konnte ich mich wieder aufraffen, an der „BREMEN“ weiter zu werkeln.

Im Heckbereich wurden auf dem Verandadeck zwei große Lüfter aufgebaut. Anschließend wurden wieder einige Relingsabschnitte aufgesetzt. Auch hier kam wieder die HMV Reling mit 3 Durchzügen um Einsatz, die vorher mit Aqua-Color vorsichtig weiß übergestrichen wurden. Die Reling setzte ich auf die Oberkante der Aufbauwände und den schmalen Streifen am Rande des Decks. Weil dadurch die Höhe der Reling nicht genau passte, schnitt ich die untere Kante der Reling ab. Die Ecken der Decks sind mehr oder weniger stark abgerundet, mit leichtem Anfeuchten ließ sich die Reling über eine Anreißnadel gut runden. Auf alten Bildern war aber gut zu sehen, dass überall auch Holzhandläufe vorhanden waren. Für die geraden Abschnitte hatte ich LC-Handläufe von HMV genommen, die Rundungen wurden aus den freien Randbereichen der LC Platine „geschnitzt“. Auf dem ersten Foto ist aber erkennbar, dass hinten rechts noch nachgearbeitet werden musste, um den „Wellenschlag“ im Handlauf zu glätten. Den Handlauf auf der unteren Reling (Verandadeck) wollte ich etwas später zusammen mit anderen gerundeten Handläufen bauen.

Neben den noch fehlenden Ladebäumen im Heckbereich hatte ich mich dann an die Winden gemacht, hier waren zwei Stück erforderlich.

Weiter zu:

TS BREMEN (V), Hinterer Mast und Reling

Zurück zu: Vorderer Mast

Auf der Werft ging es wieder mit Reling weiter. Auf dem grünen Deck über dem hinteren Aufbau war die Reling mit nur einem Durchzug anzubringen. Am hinteren Ende des Decks wurden mit der Reling noch die Einspeisepunkte der Antennen (Hochspannung!) an der Rückwand der Aufbauten abgetrennt.

Den hinteren Mast auf diesem Deck baute ich dann leicht abgewandelt. Auf der Rückseite wurde die Wand nur halbhoch und etwas eingezogen eingesetzt, bis zum unteren Pfeil auf dem Bild. Auf der oberen Hälfte wurden nur Verbindungsstücke eingesetzt, an denen die Leiter zu befestigen war. So war es jedenfalls auf Fotos zu erkennen, nach denen ich baute. Die aufgesetzten Stenge und Rahen wurden wieder aus 0,8 mm Draht gefertigt, der Mast wurde dann mit 0,1 mm Takelgarn abgespannt.

Zum Schluss wurden noch drei Antennenhalterungen (nicht aus verdoppeltem Karton aus dem Bogen, sondern aus 1 mm ASA Stäben) neben der Leiter angebracht.

Beim gefühlten 10 000. Durchsehen meiner Bilder fiel mir dann auf, dass die dicken Abspannseile mit großer Wahrscheinlichkeit weiß gestrichen war, dies fiel mir besonders bei den Abspannungen für den vorderen Mast auf. Passte nach meiner Meinung auch viel besser zum Gesamtbild. Also wurden die leicht grauen Abspannungen noch einmal weiß übergestrichen.

Weiter zu: Reling Sportdeck, Verandadeck hinten

TS BREMEN (V), Vorderer Mast

Zurück zu: Reling 1.Teil, Handläufe

Der vorderen Mast sollte nun gebaut werden. Die drei kleinen Bullaugen am oberen Ende des dicken Teiles wurden ausgestanzt und mit Folie hinterklebt. In das obere Podest kam ein Loch zur Aufnahme der Mastspitze. Bevor der Mast verschlossen wurde, hatte ich die Abspannseile aus 0,25 mm Takelgarn von innen befestigt. Auf die beiden Plattformen kam jeweils ein Radargerät. Der Unterbau der Geräte war nur als flache Struktur aus gedoppeltem Karton vorgesehen. Der untere kleinere Radarkasten erhielt deshalb durch weitere Verdoppelungen etwas mehr Breite, beim oberen Radar brachte ein kleiner Kasten mehr Volumen. Zusätzlich erhielt es zwei seitliche Streben zum Antennengitter.
Die Rahen und Stengen fertigte ich aus Draht 0,5 bis 1mm Durchmesser. Die Befestigung der seitlichen Rahen gehört jedoch nach Vorbild an die Rückseite des Turmes und nicht, wie nach Anleitung vorgesehen, seitlich in der Mitte des Turmes.
Auf meinen Bildern fielen mir immer die seitlichen Halterungen für Signallampen an der oberen Stenge auf. Diese habe ich aus kleinen Reststücken von der LC-Reling zusammengesetzt, nachdem ich im ersten Versuch mit kleinen Drahtstücken scheiterte. Etwas Farbe hat die Sache zusätzlich stabilisiert.

Nun konnte der Mast an Bord gesetzt werden und in den Ecken der Reling hinter dem Brückennock auf dem Deck verzurrt werden.

Weiter zu: Hinterer Mast und Reling

TS BREMEN (V), Reling 1.Teil, Handläufe

Zurück zu: Niedergänge

Nachdem die Niedergänge fertig waren, konnte ich endlich auch mit der Reling beginnen. Hierfür verwendete ich Lasercut-Reling von HMV. Die Reling wurde noch in der Platine mit Acrylfarbe gestrichen, um die Schmauchspuren vom Lasern zu überdecken. Durch die Farbe wurde die Reling zwar sehr wellig, aber nach dem Trocknen über Nacht war sie wieder ganz glatt und konnte verarbeitet werden.

Ich versuchte, mich mit der Reling von oben nach unten, bzw. von innen nach außen vor zu arbeiten. Los ging es auf dem Sportdeck im Bereich der Rettungsinseln. Bei Durchsicht meiner Bilder fiel mir auf, dass die Schanzkleider der Brückennocks dunkle Holzläufe hatten, die ich mit den schmalen HMV-Handläufen nachbildete. Ebenso erhielt die Reling hinter der vorderen Trennwand einen Handlauf. Mehr konnte nun nicht gebaut werden, ich hatte nicht mehr genügend Reling in meinem Vorrat, musste erst neue Platinen nachbestellen.

Weiter zu: Vorderer Mast

TS BREMEN (V), Niedergänge

Zurück zu: Schornstein

Auf der Werft ging es nun seinerzeit Anfang Dezember 2011 eine komplette Woche nur mit Niedergängen weiter. Es waren 14 Stück zu bauen, 6 auf dem Achterdeck, 4 im mittleren Bereich als Aufgang zum Sportdeck und im vorderen Bereich der Brücke sowie neben dem Schornstein 4 Stück zum Sonnendeck. Meine Bauweise hatte ich ja schon hier gezeigt, daher nun nur die Bilder der fertigen Teile. Die Farbe hatte ich dem Farbton der Türen vom Baubogen angepasst.

Weiter zu: Reling 1.Teil, Handläufe

TS BREMEN (V), Schornstein

Zurück zu: Ausrüstung Sportdeck

Als nächstes war der markante Schornstein zu bauen. Wie bei vielen Kartonmodellen begann es mit einem Spantengerüst, ergänzt durch eine dicke schwarze Röhre. Dann wurde der Mantel über dem Gerüst angepasst, ein schmaler gelber Streifen am oberen Ende vom Mantel diente als Verbinder zur Haube. Nach dem Ausschneiden der vielen Löcher von der Haube und dem Kantenfärben hatte ich den mittleren Teil, der nicht gerundet wird, von hinten mit Sekundenkleber gehärtet. Ich kann heute jedoch nicht mehr sagen, wie ich seinerzeit das Durchschlagen des Klebers verhindert hatte. Durch den Sekundenkleber auf der Rückseite verändert sich ja sehr schnell die Farbe auf der Vorderseite vom Karton. Dies Härten der schmalen Stege schien mir sehr erforderlich. Die Einschnitte für die seitlichen Rundungen waren bei mir recht groß, sie wurden deshalb mit Leim und etwas Malerspachelmasse verspachtelt. Ein wenig Farbe Aquacolor gelb überdeckte dann die Stellen, die waagerechten Linien der Schnittkanten hätten jedoch auch etwas Farbe vertragen.

Anschließend wurde der Schlot auf das Deck gesetzt. Ein paar Anbauten für die Lüftung und ein kleines Podest vervollständigten den Schornstein. Die hinten angebrachten Antennenhalterungen sind aus 0,5 mm Messingdraht und mit Sekundenkleber zusammengesetzt.

Zum Schluss noch ein Gesamtbild nun mit dem markanten Schlot.

Weiter zu: Niedergänge

TS BREMEN (V), Ausrüstung Sportdeck

Zurück zu: Aufbauten Vordeck, Sportdeck

Bei dem Modell ging es nun mit einigen Kleinteilen auf dem Sportdeck weiter, den Antrieben für die vorderen Rettungsboote, beidseitig zwei Topflüfter (Teile 43 und 44) sowie insgesamt 24 Rettungsinseln (Teile 45 und 46). Die kastenförmigen Rettungsinseln vom Bogen ersetzte ich durch eigene gerundete Teile mit gleichen Außenabmessungen. Hier sieht man sehr deutlich den Unterschied vom neuen weißen Karton im Vergleich zum Karton des Bogens. Ich hätte besser auch hier gelblicheren Karton nehmen sollen, aber meine Vorräte waren nicht mehr besonders groß. Ein paar Gurte zur Befestigung der Inseln hätten sich noch gut gemacht, hatte ich jedoch später schlicht vergessen. Zudem konnte ich nicht herausbekommen, ob sie längs oder quer zur Schiffsachse befestigt waren.

Auf dem zweiten Foto sind rechts Teile der Trennwände 47 und 48 schon zu sehen, es fehlten noch die die Verlängerungen entlang der Bordwand.

Diese letzten Windschutzwände entlang der Seitenkante mit den schönen Rundungen waren dann auch angebracht. Die Fensterflächen waren wieder aus Overheadfolie. Hinter diesen Ecken hatte man sich damals während der Überfahrt über den großen Teich sicherlich schön geschützt aufhalten können.

Weiter zu: Schornstein

TS BREMEN (V), Aufbauten Vordeck, Sportdeck

Zurück zu: Sonnendeck mit Windschutzwand

Als nächstes wagte ich mich an das Deckshaus und Spritzschutzwand (Wellenbrecher) vor der Brücke. Damit kam endlich etwas mehr Farbe an Bord. Diese Teile waren nach Anleitung eigentlich mit dem Bau des Vordecks an der Reihe. Aber beim Aufsetzen der Brückenfront fand ich es hilfreich, dass diese Teile noch nicht aufgesetzt waren. Die Spritzschutzwand mit den Rundungen war wie gehabt als Kopie mit aufgehellten Linien bei den Einschnitten verarbeitet. Auch das grüne Deck füllte ich als Kopie im Grafikprogramm neu mit gleichmäßigerer Farbe. Die Passgenauigkeit vom Teil war wieder 100 %-ig.

Danach kam der hintere Aufbau für die Lüftungsanlagen auf dem Sportdeck an die Reihe. Das Deck kopierte ich wieder und ersetzte die grüne Farbe. Die Länge musste ich minimal anpassen, aber das führte ich darauf zurück, dass ich die Relingsteile abgeschnitten hatte. Zum besseren Befestigen der Seitenwände wurde das Deck auch wieder verdoppelt. An der Rückseite der Aufbauten ist ein schmaler Kasten angesetzt, hier wurden die Antennenkabel weiter geführt. Die schwarzen Punkte hätte ich vorher noch anstechen sollen, damit hier die Antennenleitungen einfacher festgeklebt werden konnten. Von den Aufbauten auf dem oberen Deck ließ ich erstmal das Teil 42g (den hinteren Mast) noch weg.

Auf der Steuerbordseite von diesem Aufbau ist noch ein kleiner Fehler an der Aufbauwand, die Leiter war an dieser Stelle nicht vorhanden, sie gibt an hier vor dem großen Lüfter auf dem Deck auch nicht viel Sinn. Hier klebte ich später ein weißes Stück Karton über die gedruckte Leiter.


Bis auf den großen Schornstein waren nun alle wesentlichen Aufbauten an Bord und ich musste mich nun an die weitere Ausrüstung mit Kleinteilen wagen.

Weiter zu: Ausrüstung Sportdeck

TS BREMEN (V), Sonnendeck mit Windschutzwand

Zurück zu: Aufbauwände Sportdeck, Brücke

Ein paar Tage später nach dem Bau der Aufbauwände vom Sportdeck war das Sonnendeck auch angebracht. Hier hatte ich noch Probleme mit den Decksfarben. Der große Bereich rund um den Schornstein musste auf jeden Fall im Holzton und nicht in Grün wie im Baubogen. Alte Bilder von diesem Deck zeigen eindeutig Holzplanken. Der Bereich über der Brücke war von mir nicht eindeutig zu erkennen, auf einigen Bildern hatte dieser Bereich die gleiche Helligkeit wie der übrige Bereich, auf anderen Schwarzweiß-Fotos war diese Fläche etwas dunkler, was auf ein grün gestrichenes Deck hinweisen konnte. Ich hatte mich zum Schluss doch auch hier für den Holzton entschieden.

Während einer Ausstellung in den Messehallen in Bremen mit dem fertigen Modell sagte mir jedoch ein ehemaliger Werft-Mitarbeiter, dass die Fläche vor dem Windschutz nicht mit Holz beplankt war, sondern grün gestrichen war, also musste ich später diesen Bereich noch ändern.

Die Innenseite der Schanz hatte ich wieder wegen der vielen senkrechten Schnittkanten vom Deck abgeschnitten. Das  Deck war jedoch minimal zu kurz. Ich vermute, zum besseren Handhaben beim Einbau war das Orginaldeck mit der angesetzten Innenseite der  Schanz ca. ½ mm zu kurz. Jedenfalls musste das Deck bei mir minimal verlängert werden, damit kein Spalt am hinteren Teil der Schanz frei blieb. Die Innenseiten der Schanz entstanden wieder aus angepassten Kopien der unteren Aufbauwände.

Die vordere geschwungene Windschutzwand des Sonnendecks ist aus einer Kopie entstanden, wo ich die Striche für die vielen Einschnitte wieder aufgehellt hatte. Etwas Deckweiß sorgte wieder für den letzten Schliff.

Die Brückennocks wurden endgültig bestückt. Hier fehlten noch Kästen neben der Brückentür, eine Absperrung, die Positionslampen und die Stütze unter den Nocks.
Zusätzlich zum Bogen hatte ich an den Nocks noch Windabweiser angebracht (die waren nur aufgedruckt) und ebenso setzte ich über die Fenster der Brücke noch einen schräger Kartonstreifen.

Mit zwei großen Lüftern im hinteren Teil dieser Aufbauten beendete ich diesen Abschnitt. Treppen und noch fehlende Relig sollten später kommen.

Die verbogene Teilung zwischen den Fenstern in der Aufbauwand über dem Vorbau wurde noch korrigiert, dies hatte ich erst auf den Fotos entdeckt.

Weiter zu: Aufbauten Vordeck, Sonnendeck

TS BREMEN (V), Aufbauwände Sportdeck, Brücke

Zurück zu: Sportdeck

Nachdem das Sportdeck aufgelegt war, ging es mit der nächsten Etage der Aufbauten weiter. Hinter den Wänden befanden sich hier die Brücke und die Wohnräume vom Kapitän und seinen Offizieren.

An den Wänden befand sich zusätzlich die Schanz vom darüber liegenden Sonnendeck. Die Fenster wurden wieder ausgeschnitten, mit Overheadfolie verglast und auf der Rückseite mit den Seitenteilen vom Sonnendeck (Teil 40) abgedeckt. Die Seitenwände mit den Schiebetüren zur Brücke (Teil 39 i und k) sind als Kopie verarbeitet worden. Auf der Kopie sind die Linien für die Einschnitte im Bereich der oberen abgerundeten Ecke ganz stark abgeschwächt worden. Das ersparte mir das Abkratzen der Linien nach dem Schneiden wie an der gerundeten Schanz oberhalb der Brücke. Außerdem wollte ich die Schiebetüren geöffnet darstellen. Dafür musste die Türöffnung etwas kleiner gemacht werden. Die Längs- und Querspanten wurden in der Höhe wieder etwas angepasst. Die Schnittkanten an der oben gerundeten Schanz wurden mit reinem Deckweiß noch etwas „nachgespachtelt“.

Dann wurde die Brücke ausgerüstet. Auch hier hatte ich mich an die Aufdrucke vom Decksplan und an einige alten Bilder der Brücke gehalten. Der Fußboden wurde mit einem grauen Belag versehen. Vor die Rückwand wurden ein paar Schränke gesetzt und einige Türöffnungen angedeutet. Unterhalb der Fensterfront kam von innen eine Verstärkung aus 3 Lagen Karton. Darüber setzte ich eine ganz breite Fensterbank, auf denen sich nach alten Bildern die Offiziere gerne abstützten. Auch durfte nicht der Kartentisch mit der Seekarte der Wesermündung fehlen. Das Steuerrad, einige Maschinentelegrafen sowie die Radargeräte vervollständigten die Brücke. Die Radargeräte waren eigentlich durch schwarze Vorhänge abgedunkelt, diese Vorhänge ließ ich lieber weg, sonst wäre nichts mehr zu erkennen.
Damit hatte ich nun auch den letzten Raum mit einer Inneneinrichtungen fertig bekommen.

Über dem mittleren Fenster der Brücke brachte ich noch einen verdoppelten Kartonstreifen als Abstützung für das Sonnendeck an. Doch mit dem Deck sollte es erst ein paar Tage später weitergehen.

Weiter zu: Sonnendeck mit Windschutzwand