BREMEN (IV), fertig

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Die Takelage war fertig geworden, es fehlten nur noch die Flaggenstöcke an Bug und Heck sowie oben auf dem vorderen Mast. Sie wurden aus ASA-Rundprofilen 0,8 und 0,5 mm Durchmesser gefertigt und hatten oben einen Kopf aus verdoppeltem Karton erhalten. Die Flaggen waren aus dem Bogen kopiert und auf 80g Papier neu ausgedruckt, so ließen sie sich schöner wellen. Zu guter Letzt hatte die Bremen noch ihr Bugwappen erhalten.

Im Bogen waren noch Bänke zum Verteilen auf den Decks vorhanden, ich hatte sie weggelassen, bei der Ankunft an der Columbuskaje waren sie sicherlich gut verstaut gewesen.

Etwas Farbe fehlte noch, ein paar braune Tupfer für die Isolatoren an den Antennen und etwas weiße Farbe an den Gestellen, wo der Anstrich nicht genügend gedeckt hatte.

Und plötzlich war das Modell fertig. Insgesamt hatte ich nun 1 Jahr und fast 9 Monate an dem Modell gebaut, worin jedoch auch zwei große Pausen mit etwa 8 Monaten enthalten waren (lag nicht am Modell, musste eine Abwechslung haben). Ganz grob geschätzt waren es zwischen 1500 und 2000 Stunden Bastelspaß.

Weitere Bilder vom fertigen Modell habe ich noch in der Galerie eingestellt.

BREMEN (IV), letzter Teil der Takelage

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Die Takelage hatte ich ja nur für die Gestelle der Sonnensegel unterbrochen. Nachdem die Gestelle nun endlich fertig waren, konnten also die letzten Serafilfäden für die Antennen gezogen und die Antennenzuleitungen angebracht werden. Die Fußpunkte der Antennenzuleitungen waren in der Anleitung nicht eindeutig zu erkennen. Ich hatte mich nach alten Skizzen und Bildern auch vom Modell im Überseemuseum Bremen zu dieser Anordnung entschlossen und fast alle Antennenzuleitungen an der Backbordseite neben dem vorderen Schornstein enden lassen.

Die schwarzen Leinen zum Kompass auf dem Peildeck hatte ich ja schon geändert und hier Flaggenleinen nachgebildet, die an der vorderen Reling befestigt waren. So waren sie auch nicht bei aufgelegtem Sonnensegel im Wege.

Mit Leimtropfen waren noch ein paar Isolatoren nachgebildet worden (ein paar fehlten immer noch), sie sollten mit Farbe aber noch etwas deutlicher werden.

Auf dem zweiten Bild wollte ich zeigen, dass die langen Antennen aus Serafil nur mit kleinen Haarspangen auf Zug gehalten waren und so mit Sekundenkleber befestigt wurden.

Das dritte Bild zeigt die zusätzlichen Abspannungen der beiden Kräne, zweimal auf das obere Promenadendeck neben der Reling und einmal zur Schiffsmitte.

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BREMEN (IV), Gestelle für Sonnensegel

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Die Gestelle der Sonnensegel waren eine tolle Ergänzung, die nur mit dem Ätzsatz zu bauen war. Beim Bau der Schlepper MERKUR / VULCAN war auch solch ein Gestell aus Ätzteilen zu bauen, da konnte ich schon üben. Das Lackieren mit der Sprühdose liegt mir nicht, also sollten die Gestelle mit AquaColor mit dem Pinsel angemalt werden. Hierbei mussten nun die Einzelteile der Sonnensegel vor dem Anmalen auf dem Basteltisch zusammengesteckt und verklebt werden. Beim Sprühlackieren wäre es auch in anderer Reihenfolge gegangen.

Das erste Gestell auf dem hinteren B-Deck war noch recht mühsam mit mehreren Anläufen zu bauen, die Verklebungen lösten sich immer wieder. Erst nachdem ich ein paar selbstklemmende Pinzetten und kleine Klammern zum Aufbauen zur Hilfe nahm, ging alles viel besser. Die Teile hatte ich dann immer mit kleinen Tropfen Sekundenkleber verklebt. Nach dem Anmalen wurde das Gestell dann auf dem B-Deck fest geklebt.

Das nächste Gestell auf dem A-Deck konnte ebenso auf dem Basteltisch zusammengesetzt werden und dann an Bord festgeklebt werden.

Beim Gestell auf dem Hauptpromenadendeck rund um die Halle II. Klasse musste ich etwas anders vorgehen, das konnte nur zum Teil vorgefertigt und angemalt werden. Die Ständer und Querstreben neben der Halle konnten noch nicht festgeklebt werden. Die Verbindungsstellen von Längsholmen und Ständer/Querstreben wurden noch nicht angemalt, zuerst an Deck mit Hilfe von Klemmhilfen (3. Hand) verklebt. Nun konnten auch die letzten Verbindungsstellen übermalt werden und das ganze Gestell endgültig platziert werden. Ein paar wenige Querstreben reichten nicht ganz bis an die Aufbauwände der großen Halle.

Zwei kleine Änderungen am Modell waren zusätzlich noch erforderlich. Die Verlängerung vom Lüfterschacht auf dem A-Deck war zu hoch, wurde um etwa 1,5 mm gekürzt. Ebenso mussten die beiden Maschinentelegrafen (Teil 118) um 1,5 mm gekürzt werden, so passten die Proportionen wieder besser.

Das nächste Gestell auf dem Sonnendeck war wieder auf dem Basteltisch komplett vorzubereiten und konnte problemlos auf dem Deck festgeklebt werden.

Eigentlich sollten nun nur noch die letzten drei Gestelle rund um die Brücke gebaut und festgeklebt werden, aber es kam anders!

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BREMEN (IV), Positionslampen, Glocke, Anker

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Ich konnte es nicht lassen und hatte nun die ersten langen Antennen an den obersten Rahen angeklebt. Doch bevor ich mir mit den nächsten Antennenfäden alles zuhänge, mussten noch ein paar Kleinigkeiten angebracht werden. Positionslampen.

An den beiden Masten wurden je zwei Lampen angebracht, am unteren Vorstag hängt eine weitere, die letzte wurde am Heck an der Reling befestigt.

Wo ich schon bei Kleinteilen dabei war, war auch noch die Schiffsglocke vor dem vorderen Schornstein fertig geworden. Den oberen Steg vom Gestell hatte ich diesmal nicht geknickt, sondern abgeschnitten und einzeln aufgeklebt. Ob auf der BREMEN wirklich zwei  Schiffsglocken waren – die erste hing ja schon hinter dem zweiten Schornstein -, hatte ich nicht feststellen können, aber der Bogen hatte es so vorgesehen.

Zum Schluss fanden auch die beiden Anker ihren Platz in den Ankertaschen.

Vor der endgültigen Fertigstellung der Takelage mussten jedoch noch die ganzen Gestelle für die Sonnensegel fertig werden, die hatte ich fast vergessen.

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BREMEN (IV), vordere Ladebäume

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Die vorderen Ladebäume waren dann auch an Bord gekommen, baugleich mit den hinteren Bäumen.

An der vorderen Aufbauwand hatte ich noch kleine Auflager für die beiden Bäume, die nach hinten zeigen, angebracht. Diese Auflager hätten nach meiner Meinung auch im Bogen dabei sein können. Die beiden einzelnen Stützen in der Mitte der Ladebäume auf dem vorderen A-Deck waren etwas zu kurz (ca. 1mm), die erste Stütze musste verlängert werden, die zweite konnte dann sofort länger ausgeschnitten werden.

Als Blöcke zum Takeln der Ladebäume nahm ich wieder die selbst gezeichneten wie am Heck.

Damit ich die provisorische Abspannung vom Mast nach hinten abnehmen konnte, war nun zusätzlich das Seil zur Oberkante des vorderen Schornsteins angebracht worden, mit drei herabführenden Seilen zum Kompassstand. Diese hatte ich später jedoch wieder geändert und als Flaggenleinen an die vordere Reling vom Peildeck geführt.

Ein Teil vom Mast fehlte noch, der Flaggenstock am Top, der wurde erst ganz zum Schluss aufgesetzt.

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BREMEN (IV), Takelung vorderer Mast

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Bevor der vordere Mast auf das Modell gesetzt wurde, hatte ich noch das Gestell für die vorderen Ladebäume (Teil 150) nachgesetzt. Zum jetzigen Zeitpunkt konnte es noch gut erreicht werden.

Ebenso wie am hinteren Mast spendierte ich auch dem vorderem Mast eine Leiter bis zum oberen Mastkorb, sie wurde nach alten Bildern auf der Steuerbordseite mit kleinen Abstandshaltern angeklebt. Die mittlere und untere Rah wurde jeweils mit Fußpferde und Flaggenleinen ausgerüstet und so konnte der Mast dann festgeklebt werden. Für die Wanten gab es an Deck auch hier keine Markierungen, deshalb hatte ich mir auf einem Foto die Lage festgelegt und eingezeichnet. Die oberen Befestigungspunkte der Abspannungen am Mast sind durch die Schräge des Mastes leicht nach hinten versetzt. So konnte ich nun die Löcher auf dem Deck zum Verkleben der Wanten vorbereiten.

Nach gutem Durchtrocknen der unteren Verklebungen (wieder mit Achtknoten verstärkt) sind die Wanten ebenso wie hinten paarweise durch die kleinen Ösen am Mast gezogen und mit Wäscheklammern auf Zug gebracht worden. Zum Verkleben an den Ösen hatte ich mit kleinen Haarklammern die Fäden aneinander fixiert und zwischen Öse und Klammer mit Sekundenkleber geklebt.

Die Flaggenleinen waren anschließend unten an der Reling befestigt, ich meine, es so auf alten Fotos erkannt zu haben.

Zum Schluss waren die beiden Stage vorne auf der Back angebracht worden. Als Gegenzug diente noch ein provisorisccher Faden zur Reling vor dem Schornstein.

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BREMEN (IV), vorderer Mast

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Der vordere Mast war dann zu bauen. Der Aufbau war identisch wie der vom hinteren Mast mit 1,5 mm Federstahldraht als Kern. Die untere Rah erhielt ebenfalls einen Kern von 1,5 mm Draht, die mittlere 1,2 mm Draht, die oberste 0,8 mm Draht. Bei den kleinen Mastkörben fiel mir wieder auf, dass die Grundflächen der Plattformen etwas zu groß war, ich hatte sie daher rundherum um etwa 0,2 mm verkleinert. Den großen Schiffstyphon hatte ich auch noch dreidimensionalisiert, bei der Größe war das gut machbar.

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BREMEN (IV), Ladebäume hinterer Mast

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Nun war noch der Rest am hinteren Mast zu fertigen, die Ladebäume und die dazu gehörenden Stützen. Die Ladebäume hatten einen Kern aus 1 mm Messingdraht bekommen. Für die Blöcke waren im Baubogen Scheiben mit 2 mm Durchmesser vorhanden, sie waren mir jedoch zu groß. Hatte daher neue Blöcke mit 1,5 mm Durchmesser und gleich mit Beschlägen gezeichnet und verwendet. Oben am Mast klebte ich die Blöcke unter die kleine Plattform. Zum Kleben der Takelage hatte ich wieder Sekundenkleber verwendet.

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BREMEN (IV), Takelung hinterer Mast

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Die ersten Schritte der Takelung am Mast konnten gut erledigt werden, bevor er auf das Modell gesetzt wurde. Die unteren Rahen erhielten als erstes Fußpferde aus Serafil. Die Leinen für das laufende Gut aus Fliegenfischergarn hatte ich auch vorab an den Rahen und der Gaffel angeschlagen und als doppelten Faden hängen lassen. Nur die innersten Leinen befestigte ich jetzt schon unten am Gestell für die Lümmellager.

Für die Befestigung der Abspannungen am Mast zur Seite und nach vorne baute ich mir zum ersten Mal kleine Ösen aus weichem Messingdraht. Diesen 0,3 mm dicken Draht wickelte ich um eine Stecknadel, schnitt die einzelnen Windungen mit einem kleinen Seitenschneider auf und erhielt so Ösen mit 0,5 mm Innendurchmesser. Diese klebte ich nun mit Sekundenkleber an den Mast und strich alles zum Schluss an. Auf dem ersten Bild sitzen die Ösen jedoch noch an falscher Stelle, wurde etwas später erst korrigiert.

Nachdem dann die Ösen an den richtigen Stellen befestigt waren, konnten auch die zugekauften Leitern mit kleinen Abstandshaltern schon am Mast angeklebt werden, von unten bis zum Ausguck an der Vorderseite, weiter nach oben an der Rückseite.

So vorbereitet kam dann der Mast endgültig an Bord. Nach vorne sollte er mit zwei Stagen befestigt werden. Auf alten Fotos konnte ich erkennen, dass diese auf dem Deck nicht in Schiffsmitte, sondern seitlich hinter den Lüfterschächten befestigt waren. So klebte ich also auch meine Stage aufgeteilt in das Deck. Als nächstes waren die Wanten zu setzen. Auch hier klebte ich als erstes die Serafilfäden in kleine Löcher vom Deck. Für besseren Halt setzte ich noch einen Achtknoten in das Fadenende und zog den Faden nach der Verklebung nach oben. Die ersten vier Wanten zog ich dann durch die unterste Öse unterhalb vom Ausguck.

Zum Ausrichten vom Mast spannte ich dann provisorische Fäden zur Reling vom hinteren Schornsteinsockel und zum Heck (auf den Bildern mit x gekennzeichnet). Dabei orientierte ich mich an der Schräge der Luftschächte von Bauteil 131, 132. Nachträglich betrachtet hätte ich den Mast noch schräger befestigen sollen, damit die Schräge auch besser zur Schräge der Schornsteine passt.

Die Enden der Wanten wurden durch die Ösen am Mast gezogen, mit Haarklammern als Gewicht auf Spannung gehalten und dann verklebt.

Nun konnten auch die restlichen Enden der hellen Flaggenleinen an den Häuschen festgeklebt werden.

Die nächsten Wanten wurden dann im Deck zwischen Lüfterschächten und Hundestall fixiert. Oben wurden sie unterhalb der unteren Rah und unterhalb der obersten Rah durch die Ösen gezogen und verklebt.

Damit war die Takelage am hinteren Mast vorerst vollständig und die provisorischen Haltefäden konnten entfernt werden.

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BREMEN (IV), hinterer Mast, Vorbereitung Takelung

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Die Planung der Takelung hatte sich erheblich hingezogen. Ursprünglich wollte ich mich am 1:100 Modell im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven orientieren, dann fand ich im Netz diese Adresse von culture-images.de. Hier findet man eine Bildersammlung vom Bordfotografen des NDL Hanns Tschira aus dem Archiv des Schifffahrtsmuseums Bremerhaven. Nach diesen Fotos hatte ich dann die Takelung durchgeführt.

Am Mast sollten ebenfalls Leitern wie auf den Fotos angebracht werden, die zusätzlich erforderlichen Ätzteile wurden bestellt. Als Takelmaterial hatte ich am Anfang Fliegenfischergarn UNI Thread 6/0 in mehreren Farben. Für das laufende Gut hatte ich dieses Garn in der Farbe tan verwendet, für das stehende Gut war ich mit dem Garn aber nicht zufrieden. Hierfür nahm ich dann nach ein paar Versuchen Serafil 120/2 in schwarz.

Wegen dieser anfänglichen Probleme machte ich insgesamt für etwa 5 Monate eine Pause und kümmerte mich um andere Modelle. Dann konnte es aber im Oktober 2014 mit neuem Schwung weitergehen.

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