BREMEN (IV), LED Beleuchtung

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Mein Probieren und Testen zur Beleuchtung des Modells zog sich über einen größeren Zeitraum hin. Hier fasse ich einiges zusammen.

Nachdem die ersten Elektronikbauteile für die Innenbeleuchtung geliefert waren, begann das Löten der kleinen SMD-LEDs mit kurzen Anschlussdrähten aus feinster Schaltlitze. Es war wie befürchtet kritisch, anfangs gab ein Teil der Bauteile beim Löten den Geist auf. Aber 4 Stück der ersten Lieferung blieben zum Probieren übrig, drei warmweiße und eine weiße.

Noch ein Tipp zum Anlöten der Anschlussdrähte, nach einigem Probieren war es am einfachsten, die LEDs mit der Leuchtfläche auf einem Stück Teppichklebeband am Arbeitsplatz festzukleben und die Anschlussdrähte dann an den Seitenflächen anzulöten.

Vom Deck über dem Wintergarten machte ich eine Kopie mit verdoppeltem Karton. Unter diese wurden die 4 LEDs geklebt und über eine kleine Elektronikschaltung (Konstantstromquelle) mit 1-2 mA angesteuert. Mit der Helligkeit war ich schon recht zufrieden, nur schwankte ich noch mit der Lichtfarbe. Es wurde auch deutlich, dass ich auch noch ein Streifen an die Innenseite der Außenwand kleben sollte, damit die Schattenwirkung der Stühle auf die Außenwand verringert wird.

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Nach dem Vergleich der beiden unterschiedlichen Lichtfarben musste ich mich entscheiden. Die warmweißen LEDs empfand ich zu gelblich. Nach meiner Meinung zeigte sich bei den weißen (kaltweißen) LEDs ein neutralerer Farbeindruck. Außerdem gab es zum Zeitpunkt von meinem Bau einen großen Preisunterschied, 23 ct für die weißen und 1,06 Euro für die warmweißen LEDs. Bei meinem Gesamtbedarf von etwa 60 LEDs war dies ein weiterer Grund, mich für die weiße Variante zu entscheiden.

Alle Bereiche mit Inneneinrichtungen wollte ich beleuchten. Hierfür teilte ich das Modell in 6 Bereiche (je ein Stromkreise) auf.

  1. Wintergarten und Brücke 6 + 2 LEDs
  2. Promenadendeck Backbordseite 10 LEDs
  3. Promenadendeck Steuerbordseite 10 LEDs
  4. Halle 1. Klasse 10 LEDs
  5. Halle 2. Klasse (2 Räume) 7 + 3 LEDs
  6. Restaurant 1. Klasse 8 LEDs

Nachträglich betrachtet hätte ich auf den Promenadendecks jeweils 15 – 20 LEDs einsetzen sollen, die Abstände waren wegen der geringen Raumhöhe immer noch zu groß.

In jedem Stromkreis wurden 2 parallele Stränge mit je 5 bzw. 4 LEDs in Reihe geschaltet. Jeder Stromkreis erhielt eine Konstantstromquelle, die Schaltung ist im Bild zu sehen. Diese Schaltung hat den Vorteil, dass auch bei geringer werdender Ladung der Batterien die Helligkeit gleich bleibt. An dem Potentiometer konnte jeweils die gewünschte Lichtstärke eingestellt werden. Zur Stromversorgung wurden zwei 9V-Blöcke in Reihe geschaltet. Als Regler setzte ich den Transistor BF 245C ein, dieser Typ war leider kurze Zeit später nirgends mehr zu kaufen. Die Platine hatte ich später gegenüber dem Bild noch geändert und die Festwiderstände zusätzlich eingebaut.

Die Schaltung ließe sich jetzt auch mit dem ähnlichen Transistor BF 245B aufbauen. Mit einem Trimmpoti 2,5 kOhm und Vorwiderstand 220 Ohm wird sich ein Strom zwischen 1 – 5 mA einstellen lassen. Die Höhe der Versorgungsspannung richtet sich nach der Anzahl der LED in Reihe, pro LED etwa 3V plus 3V zum Regeln.  Die Angaben sind aber ohne Gewähr, probiert habe ich es nicht mit diesem Transistor.

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Die beiden 9V Blöcke und die Steuerplatine mit den sechs Konstantstromquellen fanden ihren Platz im vorderen Spantenkasten.

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BREMEN (IV), LED Beleuchtung (2. Teil)

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Mein Modell der BREMEN sollte einen zentralen Schalter für das Einschalten der LED-Beleuchtung erhalten. Den baute ich nun unter dem Brückendeck ein, dieser Bereich ist auch am fertigen Modell von Außen gut erreichbar. Hierfür sah ich einen sogenannten Reed-Kontakt vor, ein Schalter, der durch einen Dauermagneten ein- und ausgeschaltet werden kann.

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Diesen Kontakt setzte ich in einer Halterung direkt unter das Brückendeck neben der Position der darüber liegenden Aufbauwand.

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Der Dauermagnet wurde in einen kleinen Kasten eingebaut und sieht nun wie eine zusätzliche Kiste auf dem Brückendeck aus. Nun musste noch verhindert werden, dass sich der kleine Dauermagnet selbstständig macht und verloren geht. Hierfür klebte ich einen etwa 4 cm langen Stahldraht in Höhe des Magneten an die Rückseite der Aufbauwand auf dem Brückendeck. Durch diesen Stahldraht klebt der Magnet nun an der Wand und kann beliebig hin und hergeschoben werden. Nur in der Position über dem Reed-Kontakt wird dann der Stromkreis geschlossen.

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Die Anschlussdrähte des Reed-Kontaktes verlängerte ich mit Reserve zur Stromversorgungsplatine im Inneren des Spantenkastens.

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