BREMEN (IV), Bordwände Teil 1

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Die ersten Bordwände waren am Heck anzubringen. Die Bullaugen hatte ich ausgestanzt und mit dünner Folie und Transparentpapier hinterklebt (Vorsicht, zum Schluss waren es am gesamten Rumpf etwa 1.200 Löcher geworden). Die einzelnen Streifen der Bordwand zog ich mit dünnem Butterbrotpapier zusammen und verklebte sie. An einer Stelle war zu viel Farbe beim Kantenfärben nach Außen gekommen, war aber nicht tragisch, da der Bereich später durch die Plattengänge überdeckt wurde. Zum Anpassen der Bordwände musste ich am Längsspant und an den hinteren Spanten etwas nachschneiden. Ein etwas durchhängendes Deck erhielt noch eine Stütze, nun konnte geklebt werden. Angesetzt hatte ich an der oberen Deckskante und an der senkrechten Kante zur Aufbauwand. Nachdem die obere Kante fest war, wurde die Unterseite verklebt.

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BREMEN (IV), Bordwände Teil 2

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Bei den nächsten Bordwänden 60a / 61a mussten auch ovale Bullaugen ausgestochen werden. Hierfür hatte ich mir ein Stanzwerkzeug aus einem Nagel 2,2 x 45 gefertigt, erst den Nagel mit einer Mini-Flexscheibe am Dremel glatt abgeschnitten und an den Seiten mit einer Feile bearbeitet. Als Unterlage zum Stanzen verwende ich eine 10 mm MDF-Platte.

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Nun musste vorsorglich probiert werden, wie das Teil 60p (Schanzkleid und Reling) mit den angrenzenden Bordwänden 60 und 60a zusammenpassten, hier gab es auch in anderen Bauberichten schon Probleme. Die Unterkante von 60p einschließlich dem Absatz hatte ich daraufhin um einen schwarzen Streifen breiter vorgesehen, vorne etwas über 1 mm breit und zum hinteren Ende von 60p spitz auslaufend lassen. Das Schanz- und Relingsteil wurde jedoch erst später endgültig fertig gestellt. Letztendlich wurde dieser kritische Bereich jedoch später auch durch die zusätzlichen Plattengänge 60s abgedeckt.

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Die großen Fenster in den Teilen 60a und 60p hatte ich ausgeschnitten, sie waren jedoch nicht deckungsgleich mit den Fenstern der Rückseite (Flügel von Teil 57g). Gespiegelten Kopien der Außenseite (aus 60a und 60p) setzte ich dann als Innenseite ein. Die vorderen 11 großen Fenster wurden dabei mit Overheadfolie verglast. Das erste Bild zeigt die Teile für Steuerbord, das zweite Bild zeigt die Bordwand an Backbord.

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Eine weitere Passprobe von der Bordwand 60a/61a zeigte, dass die hintere senkrechte Kante bei mir minimal schräg nachgeschnitten werden musste. Dann konnten die beiden Bordwände angeklebt werden.

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BREMEN (IV), Bordwände Teil 3

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Als nächstes waren die vorderen Bordwände zu bauen. Nach dem Stanzen und Hinterkleben der Bullaugen mussten die Ankertaschen eingesetzt werden. Diese mussten aber nach meiner Ansicht geändert werden. In dem ersten Bild sind die vorgegebenen Knicklinien in blau gekennzeichnet, meine geänderten Knicklinien in rot. Der untere waagerechte Knick entfällt, dafür wird ab der roten Markierung gerundet. Das zweite Bild zeigt die fertige geänderte Ankertasche, im dritten Bild ist sie eingesetzt, leider einen kleinen Tick zu hoch.

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Zum Anpassen der Bordwände 60d /61d musste ich das Spantengerüst jedoch noch nacharbeiten. Von Spant 16 bis 20 löste ich das Deck teilwiese wieder ab. Bei Spant 18 verringerte ich die Höhe an der Außenkante um ca. 1 mm, zur Mitte hin abnehmend. Die übrigen Spanten 16 – 20 wurden mit kleineren Korrekturen ebenfalls angepasst.

Als Referenzpunkt zum Anpassen für die vorderen Bordwände nahm ich die hintere Ecke vom Schanzkleid. Bei den Klüsen im vorderen Schanzkleid hatte ich die nächste Ungenauigkeit. Die Lage in der Bordwand war etwa 1 mm gegenüber der Innenseite versetzt. An der Bordwand konnte nichts geändert werden, also schnitt ich die Innenseite am Deck ab und ersetzte das Teil durch eine gespiegelte Kopie der Außenseite. Mein Referenzpunkt war ja nun abgeschnitten, also orientierte ich mich nun an der senkrechten Kante vom Aufbau am Bug. Die Lage der Umlenker hinter den Klüsen auf dem Deck wurde später angepasst. Ein paar Schanzkleidstützen vervollständigten den Bau.

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Die restlichen Bordwandstücke wurden problemlos eingepasst und angeklebt, zuerst an den seitlichen Klebelaschen, dann oben und zum Schluss an der Unterkante. Die letzten Klebelaschen hatte ich noch verdoppelt, damit sie beim Andrücken nicht zu stark nach innen gebogen werden konnten.

Durch das Hinterkleben der Bullaugen mit Folie und Pergamentpapier ergaben sich leider keine ganz ebenen Klebeflächen für die Verbindungslaschen. Als Folge daraus sind die Stoßfugen nicht immer genau in einer Flucht, teilweise etwas nach innen gezogen. Auf den nächsten beiden Bildern ist dies durch leicht unterschiedliche Farbtöne der Bordwand zu erkennen. Dieser etwas störende Eindruck konnte durch die später aufgesetzten Plattengänge wieder verringert werden. An einer Stelle an der Steuerbordseite half zusätzlich ein beherzter Schnitt in den Deckel vom Spantenkasten, um mit etwas Kleber und einer Pinzette die Stoßstelle wieder etwas zu richten.

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BREMEN (IV), Bordwände Teil 4

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Nach dem Anbringen der Bordwände hatte ich etwa 3 Monate Pause gemacht, traute mich nicht so recht an die hinteren Relingsteile 60p /61q aus dem Ätzsatz, doch dann ging es los.

Die Ätzteile 60p und 61q wurden vorbereitet. Den vorderen Bereich mit den 3 Fenstern schnitt ich ab, weil hier zwischen den Kartonteilen die Overheadfolie für die Fenster eingesetzt werden musste, dann wurde angemalt. Die Kartonteile für Außen und Innen teilte ich entsprechend der Ätzteile auf und klebte sie auf die Ätzteile. So waren sie auch leichter zu handhaben.

Das vordere Kartonteil hatte ich ja vorher schon an der Unterkante vergrößert (siehe Bordwände Teil 2). Die schwarz nachgemalten Bereiche fielen nun kräftig auf, wurden aber später durch die Plattengänge überdeckt.

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Die hinteren Relingsteile vom Ätzsatz wurden ebenfalls von beiden Seiten mit den Kartonteilen beklebt. Nach langem Formen und Anpassen der Teile musste ich am Heck das B-Deck noch um einen knappen Millimeter kürzen, dann passte alles und wurde angeklebt.

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Beim Anpassen der Teile gab es heftige Probleme mit meinen Umlenkrollen auf dem C-Deck, bei kleinster Berührung spalteten sich die Kartonschichten. Vielleicht hätte ich die Umlenkrollen zusätzlich mit Sekundenkleber tränken sollen.

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BREMEN (IV), Bordwände Teil 5

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Im nächsten Schritt waren die zusätzlichen Plattengänge auf die Bordwände anzubringen. War ohne Probleme zu erledigen, geklebt hatte ich wieder mit Kittifix Allzweckkleber. Die unschönen Stellen konnten überdeckt werden und ich war zufrieden. Insgesamt wurden knapp 10 m Streifen aufgeklebt. In jeder Lage waren etwa 5 mm Länge Überlänge vorhanden. Zum Kantenfärben verwendete ich eine Mischung aus Schwarz und Dunkelgrau.

Noch ein kleiner Hinweis, im Baubogen ist in der Nummerierung der Streifen der Backbordseite ein kleiner Fehler, 61v und 61w sind vertauscht, die kürzeren Teile gehören in die Mitte vom Schiff.

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